Katholisches Kinderhaus Sankt Elisabeth Hoyerswerda
 

Montessori-Pädagogik

»Hilf mir, dass ich es selber tun kann.«

Maria Montessori

Sie war Naturwissenschaftlerin, Ärztin, Pädagogin, Mutter.
Sie hat Kinder beobachtet und daraus Schlüsse gezogen, die auch heute noch überraschen.
Sie hatte ein Herz für Kinder. Für sie setzte sie ihre Erkenntnisse in die die Tat um.
Sie schuf den Kindern Lebensräume, in denen sie sich wohlfühlten, in denen sie zu integrierten Persönlichkeiten und mündigen Bürgern einer demokratischen Gesellschaft heranwachsen konnten.

Prinzipien der Montessori-Pädagogik

Das Kind in seiner Persönlichkeit achten, es als ganzen, vollwertigen Menschen sehen; seinen Willen entwickeln helfen, indem man ihm Raum für freie Entscheidungen gibt; ihm helfen selbständig zu denken und zu handeln; ihm Gelegenheit bieten, dem eigenen Lernbedürfnis zu folgen, denn Kinder wollen nicht nur irgendetwas lernen, sondern zu einer bestimmten Zeit etwas ganz Bestimmtes (sensitive Perioden); ihm helfen, Schwierigkeiten zu überwinden, statt ihnen auszuweichen. Daraus ergeben sich die Prinzipien für den Unterricht.

Prinzipien für den Unterricht

Er muss die Möglichkeit bieten für

  • individuell angepasste Lernwege,
  • freie Arbeitswahl,
  • individuelles Lerntempo,
  • individuell bemessene Lernschritte,
  • individuell angepasste Wiederholungsmöglichkeit,
  • individuell bemessene Arbeitsdauer,
  • freie Wahl der Ansprechpartner.

 

Freiarbeit

Sie ist das Kernstück der Montessori-Pädagogik.
Die Kinder wählen nach eigener Entscheidung, womit sie sich beschäftigen wollen.
Das Montessori-Material, welches an festen, den Kindern bekannten Orten aufbewahrt wird, hilft ihnen die Entscheidung zu finden. Die Kinder bestimmen auch selbst Arbeitsrhythmus und Arbeitsdauer, sie entscheiden selbst, ob sie allein oder mit Partner arbeiten wollen.
In den Kindergartengruppen oder Schulklassen sind möglichst immer Kinder von zwei oder drei Geburtsjahrgängen zusammengefasst. Dadurch wird das Interesse der Kinder auf ganz unterschiedliche Arbeiten gerichtet, die einzelnen Materialien brauchen nur einmal vorhanden zu sein, jüngere Kinder werden von älteren angeregt und die ältern von den jüngeren bestärkt. Die Freiarbeit bietet durch ihre Möglichkeit zur selbständigen Entscheidung und natürlichen Umgang mit anderen Kindern und Erziehern fortwährend Gelegenheit zu sozialem Lernen.
Die freie Arbeitswahl gibt den Kindern die Chance, den gewählten Unterrichtsstoff so ausgiebig zu üben, wie es für die Entwicklung dieses Kindes wichtig ist; die freie Entscheidung führt zu einer Disziplin, die von innen kommt und die nicht vom Erzieher gemacht wird.

Die Montessori-Erzieher verstehen sich vor allem als Helfer dieser selbständigen Kinder.